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FinTS steht für Financial Transaction Services und
ist die Weiterentwicklung des 1996 erstmals von der Deutschen
Kreditwirtschaft (DK) veröffentlichten Online-Banking
Standards:
"Homebanking Computer Interface (HBCI)".
Damals wie heute ist das Ziel dieses Standards die
Vereinheitlichung der Schnittstelle zwischen dem Bankkunden -
z. B. repräsentiert durch seine Finanzverwaltungs-Software - und
einem oder mehreren Kreditinstituten in identischer Weise. Ziel ist
dabei die Multibankfähigkeit.
Der Funktionsumfang von FinTS ist seit seiner ersten
Veröffentlichung 1995 stark angestiegen, um den Anforderungen des
Marktes zu genügen: die dot.com Phase hat mit zahlreichen neuen
Geschäftsvorfällen im Wertpapierbereich den
Standard entscheidend geprägt, genauso wie die kontinuierliche
Verfeinerung der Sicherheitstechnik.
Mit neuen Rollenmodellen und
Kommunikationsmöglichkeiten geht der Standard neue Wege und
ermöglicht die Nutzung des Protokolls für alle elektronischen
Vertriebswege. Ab der Version 3.0 wurde der FinTS-Standard neu
gegliedert, um der Unabhängigkeit der Legimitationsverfahren, der
Geschäftsvorfälle und der Finanzdatenformate von dem zugrunde
liegenden Protokoll gerecht zu werden. Die Einzeldokumente sind in
einer Gesamtspezifikation mit dem Titel FinTS - Financial
Transaction Services - zusammengefasst.
Die Gesamtspezifikation besteht aus den folgenden
drei Bänden:

2004 wurde mit der Version FinTS V4.0
ein weiterer Meilenstein erreicht: Der Standard wurde komplett in
XML spezifiziert. FinTS wird damit kompatibel zu
anderen internationalen
Finanzdatenstandards und fügt sich homogen in moderne Rechenzentrumslandschaften
ein. Darüber hinaus bietet FinTS V4.0 eine Vielzahl von Erweiterungen, wie z. B.
Datagrammverarbeitung,
E-Mail/Push-Services oder verteilte Signaturen.
FinTS wird derzeit von mehr als 2000
Kreditinstituten unterstützt. Namhafte Hersteller von
Online-Banking-Software unterstützen den Standard, so dass der Kunde
aus einer Vielzahl von Produkten wählen kann.
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